Gemeinsam in nachhaltiges Wachstum investieren
Nachhaltigkeit ist kein geradliniger Weg. Sie erfordert andere Arbeitsweisen, ein anderes Denken und manchmal auch den Mut, den Kurs anzupassen. Diese Reise kennt Höhen und Tiefen. “Gerade in einer Welt mit (geo)politischen Schwankungen sehe ich, dass die Dringlichkeit wächst – bei unseren Partnern, Kunden, Lieferanten und Mitarbeitenden. Das bestärkt mich in der Überzeugung, dass wir gemeinsam auf dem richtigen Weg sind.”
Strategie für nachhaltiges Wachstum
Bei Aviko verfolgen wir eine ambitionierte Nachhaltigkeitsagenda, die fest in der Strategie unseres Mutterunternehmens Cosun verankert ist. Eine zukunftsfähige und nachhaltige Wertschöpfungskette schafft Wert – heute und morgen. Für mich ist Nachhaltigkeit keine einzelne Ambition und kein Projekt neben dem Kerngeschäft. Sie berührt den Kern dessen, wer wir als Unternehmen sein wollen: verantwortungsvoll, verlässlich und vorausschauend. Zudem ist sie entscheidend, um auch in Zukunft erfolgreich wirtschaften zu können. Ich sehe Nachhaltigkeit daher als unsere „License to operate“. Deshalb investieren wir bewusst in nachhaltiges Wachstum sowie in starke, langfristige Beziehungen zu Landwirten, Lieferanten, Kunden und weiteren Partnern. Auch in den kommenden Jahren werden wir gemeinsam daran arbeiten, unsere Ziele und Ambitionen in Richtung 2030 zu erreichen.
Maarten van Delst
Entscheidungen mit Blick auf die lange Frist
Die größte Herausforderung besteht darin, Entscheidungen zu treffen, deren Wert sich erst langfristig zeigt. Energiepreise schwanken, die Netzkapazität steht unter Druck und die Spielregeln ändern sich mit jeder neuen Regierung. Das macht das Umfeld komplex. Dennoch müssen – und wollen – wir vorankommen, denn Nichtstun ist keine Option. Es erfordert sorgfältige Abwägungen: Was ist der beste Ansatz, und welches Tempo passt zu einem sich schnell verändernden Umfeld? Den richtigen Zeitpunkt für große Investitionen zu bestimmen, während nicht alle Variablen feststehen, bleibt herausfordernd. Doch Fortschritt erfordert manchmal auch Mut.
Bewusst geringere Renditen akzeptieren
Um Gas durch nachhaltigere Energiequellen zu ersetzen oder Landwirte bei der Einführung nachhaltigerer Anbaumethoden zu unterstützen, sind erhebliche Investitionen erforderlich. Bei Aviko akzeptieren wir daher bewusst eine geringere Rendite bei solchen Investitionen. Ich bin überzeugt, dass Nichtstun langfristig deutlich teurer wäre – etwa durch steigende Kosten für Treibhausgasemissionen oder das Risiko, dass geeignete Anbaugebiete verloren gehen.
Diese Überzeugung bildet – zusammen mit strengeren gesetzlichen Vorgaben, einer kritischen Gesellschaft, Entwicklungen in der Branche und sich wandelnden Kundenerwartungen – den Kern unserer Strategie für eine zukunftsfähige, nachhaltige Wertschöpfungskette. Es ist ermutigend zu sehen, dass Partner, Kunden, Lieferanten und Mitarbeitende sich zunehmend engagieren. Selbst in Regionen, in denen die Transformation später begonnen hat, sehen wir mehr Dynamik – China ist dafür ein Beispiel.
Gemeinsam Emissionen senken
Gemeinsam arbeiten wir an einer deutlichen Reduzierung unserer CO₂-Emissionen im Einklang mit dem Pariser Klimaabkommen. Im Jahr 2025 wurde die Cosun-Vereinbarung zu maßgeschneiderten Absprachen mit der niederländischen Regierung unterzeichnet. Diese Vereinbarungen ermöglichen gezielte Investitionen zur Senkung unseres Energieverbrauchs sowie unserer CO₂- und Stickstoffemissionen. Konkret umfasst dies unter anderem den Einsatz von E-Boilern und Wärmepumpen in unseren Fabriken. Neben finanzieller Unterstützung hilft die Regierung auch bei praktischen Themen wie Genehmigungen und Netzanschlüssen. Für Aviko ist dies ein wichtiger Schritt hin zu einer zukunftsfähigen und nachhaltigeren Wertschöpfungskette. Im Jahr 2026 arbeiten wir weiter an der Ausgestaltung und Umsetzung dieser Investitionen.
Gleichzeitig behalten wir weitere Themen wie Wasserverbrauch, Abfallreduzierung und eine bessere Verwertung der Kartoffel im Blick. Das bringt nicht nur ökologische Vorteile, sondern stärkt letztlich auch unsere Wettbewerbsposition.
Sichtbare Fortschritte in Richtung 2030
In den vergangenen Jahren haben wir eine solide Basis geschaffen. Ich bin stolz darauf, dass wir inzwischen zu den Vorreitern der Branche in den wichtigsten Nachhaltigkeitsthemen gehören. Wir erzielen sichtbare Fortschritte bei zentralen Zielen, die wirklich einen Unterschied machen – bis 2030 und darüber hinaus.
Fortschritt erreichen wir nie allein. Wir realisieren ihn gemeinsam: mit den klugen Ideen unserer Mitarbeitenden und mit Kunden und Lieferanten, die unsere Überzeugung teilen und gemeinsam mit uns beschleunigen wollen.