Zirkularität in Produktionsprozessen
Wasser wiederverwenden, die Kartoffel optimal nutzen
Healthy Earth
Bei Aviko arbeiten wir täglich daran, die Zirkularität unserer Produktionsprozesse zu verbessern. Durch eine möglichst umfassende Wiederverwendung von Wasser und die optimale Nutzung der Kartoffel setzen wir unsere Nachhaltigkeitsambitionen in konkrete Maßnahmen in der Praxis um.
Maximum value, minimal waste
Die Minimierung von (Lebensmittel‑)Verschwendung ist ein zentraler Fokus innerhalb unserer Produktionsprozesse. Bei der Herstellung von Pommes frites und anderen Kartoffelprodukten entstehen Restströme, die – wo immer möglich – einer neuen Verwendung zugeführt werden. Gemeinsam mit Duynie, einem Schwesterunternehmen innerhalb von Cosun, setzen wir diese Restströme für hochwertige Anwendungen ein. So wird Stärke aus dem Prozesswasser gewonnen und zu Rohstoffen für unter anderem Verpackungsmaterialien, Klebstoffe und Baustoffe verarbeitet. Schnittreste werden soweit möglich zu Specialty Products verarbeitet oder, wenn dies nicht möglich ist, als hochwertiges Tierfutter genutzt.
Gemeinsam mit Cosun arbeiten wir daran, die Wertschöpfung aus der Kartoffel zu maximieren und Lebensmittelverschwendung so weit wie möglich zu reduzieren. Der wichtigste Schritt zur Erreichung des Ziels einer 50‑prozentigen Reduktion der Lebensmittelverschwendung bis 2030 ist die maximale Aufwertung der Stärke aus dem Prozesswasser. Der erfolgreiche Pilot in Steenderen stellt hierbei einen vielversprechenden Schritt dar.
Wasserwiederverwendung in unseren Fabriken
Im Jahr 2025 führten wir in Zusammenarbeit mit Wafilin Systems und Waterstromen ein erfolgreiches Pilotprojekt durch, um die Wiederverwendung von Prozesswasser an unserem Produktionsstandort in Steenderen zu maximieren. Mithilfe intelligenter Technologien wie Membranfiltration und Trennverfahren wird Restwasser zu sicherem Prozesswasser aufbereitet. Gijs Olde Loohuis, Verfahrenstechnologe bei Waterstromen, unterstreicht die Bedeutung der Wasserwiederverwendung: „In diesem Projekt bündeln Aviko, Wafilin und Waterstromen ihr technologisches Know‑how, um innovative Lösungen zu entwickeln, die auch tatsächlich umsetzbar sind.“
Der Pilotversuch in Steenderen hilft dabei, die optimale Konfiguration der eingesetzten Technologien zu bestimmen. Bas Bremer, Verfahrenstechnologe bei Aviko, erläutert: „Wir betrachten nicht nur die Wasserwiederverwendung, sondern auch die zirkuläre Nutzung von Nährstoffen. Auf diese Weise reduzieren wir Lebensmittelverschwendung und nutzen unsere Ressourcen optimal.“
Auch an anderen Standorten erzielen wir Fortschritte. In Poperinge (Belgien) wurde 2025 eine größere Wasserwiederverwendungsanlage in Betrieb genommen, mit der etwa dreimal so viel Wasser wiederverwendet werden kann wie mit der ursprünglichen Anlage. Im Aviko‑Werk in Rain (Deutschland) wird Wasserwiederverwendung beim Kartoffeltransportwasser eingesetzt, was zu zusätzlichen Wassereinsparungen im logistischen Prozess führt.
“Samen met Cosun werken we aan een zo hoog mogelijke verwaarding van de aardappel en zo min mogelijk voedselverspilling.”
In the coming years, further measures and the scaling up of the pilot will be necessary to achieve our 2030 targets of a 30% reduction in water use and a 50% reduction in food waste.
Konkrete Schritte in Richtung Zero Waste
Auch in unseren eigenen Prozessen ergreifen wir Maßnahmen zur Reduzierung von Verschwendung. Gemeinsam mit Entsorgungspartnern verbessern wir die Trennung betrieblicher Abfallströme, sodass diese als neue Rohstoffe wiederverwendet werden können. Mit Ausnahme einiger Einschränkungen aufgrund lokaler gesetzlicher Vorgaben (unter anderem in China und Polen) haben wir unser Ziel Zero Waste to Landfill im Jahr 2025 erreicht. Für 2030 haben wir ein neues Ziel definiert: 50 % des Abfalls: von Energieverwertung zu stofflicher Verwertung
Ein anschauliches Praxisbeispiel liefert unser Standort in Proven (Belgien), an dem 2025 eine bedeutende Verbesserung umgesetzt wurde, indem Laub und Steine bei der Sammlung und Verarbeitung von Kartoffeln getrennt erfasst werden. Diese Trennung der Stoffströme führte zu einer Reduktion des Restabfalls um 80 %. Darüber hinaus wird Folienmaterial in Proven separat in gepressten Ballen gesammelt. Nach einer erfolgreichen Pilotphase mit einem lokalen Entsorgungsunternehmen, bei der alte Abfallpressen nach Restaurierungsarbeiten wieder in Betrieb genommen wurden, wurde der Ansatz skaliert und der gesamte Restabfall um nahezu 70 % reduziert.